MO3TA - live in St. Gallen an der CREDITS Party!
11. November 2009
MO3TA ist drauf und dran sein Soloalbum „Ghorba Muzik” seinen Fans auch live zu präsentieren und beweist im Wochentakt, dass er mit seiner jungen und frischen Art so mancher Bühne gewachsen ist. Diesen Samstag am 14. November wird expandiert, denn MO3TA tritt als Showcase zusammen mit DJ Suge (Homeplay) an der CREDITS Party im Coccon Club in St. Gallen auf.

Kommt vorbei, geniesst ab 22:00 Uhr die Live-Show und feiert anschliessend an der HipHop & R’n'B-Party durch!
Wo: Coccon Club, Goliathgasse 28 in St. Gallen
Wann: Samstag, 14.11.2009, ab 22:00 Uhr
MO3TA - Grosses Interview im Tagesanzeiger
27. August 2009
MO3TA’s Erstlingswerk «Ghorba Muzik» lässt schon vor dem Releasedatum am 18. September 2009 viel von sich reden! Dem Tagesanzeigen (Ausgabe vom 8. August 2009) stand MO3TA Red und Antwort über Fragen zu seinem ersten Soloalbum, der Bedeutung von Ghorba sowie zur heutigen Jugend und Religion. Wer das Interview verpasst hat, kann es selbstverständlich bei uns nachlesen:

Muatasim Bouhouch alias Mo3ta tauft heute sein Album «Ghorba Muzik». Mit seinen Songs kämpft der Zürcher mit arabischen Wurzeln gegen Vorurteile.
Mo3ta, du rappst auf Arabisch. Wovon handeln deine Texte? Alle Songs handeln von Ghorba, darum auch der Albumtitel «Ghorba Muzik».
Ghorba ist ein Ort, wo man fremd ist. Ich rappe über das Leben an einem solchen Ort. Ich bin halb Schweizer, halb Marokkaner, kenne also die Probleme der Jugendlichen mit arabischen Wurzeln in der Schweiz und mit was für Schwierigkeiten und Vorurteilen sie zu kämpfen haben.
Was sind das für Probleme? Als Kind war mir nicht bewusst, dass ich anders war. Das kam erst, als ich älter wurde. In der Schule wurde ich beschimpft: «Du Scheissaraber», hiess es. Der 11. September 2001 war prägend. Vorher war meine Herkunft nie ein Problem. Danach musste ich mir oft Sachen anhören wie: «Du bist doch ein Terrorist.» Die Gesellschaft ist skeptischer geworden gegenüber der muslimischen Bevölkerung. Erschwerend kam hinzu, dass ich in jener Zeit vom multikulturellen Zürich in eine ländlichere Gegend gezogen bin. Dort spielte mein arabischer Background plötzlich eine viel grössere Rolle.
Gibt es Orte, die du meidest? Ich gehe gar nicht gern an den Hauptbahnhof. Denn ich weiss aus Erfahrung, dass mich die Bullen kontrollieren werden, wenn ich auf dem Perron auf den Zug warte. Das hat wohl mit meinem Äusseren zu tun. Auch manche Polizisten haben diese Vorurteile.
Wie wurdest du zum Rapper? Angefangen hat es in einem Ferienlager in Fiesch. Dort besuchte ich einen Kurs beim Berner Rapper Greis. Nach einigen Songs auf Züritüütsch wollte ich es auf Arabisch versuchen – und es funktionierte. Das war geil und neu, und ich wusste: So will ich das machen.
Deine Lieder klingen aggressiv. Das hat mit dem nordafrikanischen Arabisch zu tun. Die Aussprache ist recht hart. Im Gegensatz zum libanesischen Arabisch, das viel weicher tönt. Wie R’n’B, wogegen Marokkanisch nach Ghetto-Rap klingt.
Bist du ein Ghetto-Rapper? Nicht unbedingt. Es geht mir um die Message, nicht darum, aller Welt zu sagen, wie krass ich bin. Auf gar keinen Fall. Ich habe es nicht nötig, zu sagen, dass ich aus dem Ghetto komme.
Tust du das denn? Wenn man Zürich-Oerlikon als Ghetto bezeichnen will, dann schon. Ich denke aber, das ist eine ganz normale Gegend. Natürlich ist es nicht der Zürichberg oder die Goldküste. Es gibt Probleme, aber die bekommt man als Kind nicht mit. Man hält sich ja nicht am Bahnhof auf. In den Quartieren ist es ruhig und schön.
Wie erlebst du persönlich die Strassen von Zürich? Man liest und hört in jüngster Zeit ja viel von Gewalt unter Jugendlichen. Ist es draussen schön hell, ist Zürich eine der sichersten Städte. Es passiert nichts. Am Freitag- und Samstagabend ist es jedoch die Hölle. Konkret im Kreis 5. Dort herrscht eine dunkle Stimmung. Die Leute fühlen sich unsicher. Letztes Wochenende war ich draussen. Ich sah gewissen Jugendlichen die Gewaltbereitschaft förmlich an. Die Polizei macht Alkoholkontrollen, und nebenan schlagen sich Jugendliche die Köpfe ein. Wenn man anruft, heisst es: «Kommen Sie am Montag auf den Posten». Frauen werden geschlagen. Es fehlt diesen Jugendlichen an Respekt.
Wie hast du es mit dem Glauben? Ich bin ein liberaler Muslim. Da ich zwischen den Kulturen aufgewachsen bin, kenne ich aber auch das Christentum gut. Ich weiss, was in den verschiedenen Religionen abgeht. Freitags gehe ich gerne in die Moschee. Das gibt mir ein gutes Gefühl: Meditieren und zuhören, was der Imam erzählt, sofern es eine Übersetzung gibt. Leider ist das selten der Fall. Es ist wichtig, dass es diese Orte gibt, unabhängig davon, welcher Religion man angehört. Und dass man weiss, dass man es dort mit normalen Menschen zu tun hat.
Trinkst du Alkohol? Nein. Ich weiss, was Alkohol anrichten kann. Klar hatte ich meine Probierphase, aber ich fahre definitiv besser ohne – im Auto und im Leben. Ich fühle mich wohler so.
Wie taufst du heute deine Platte? Möglicherweise mit Rimuss.
Das Album wurde am Inferno Muzik Konzert am Stadtsummer feierlichst getauft. Bei dieser Gelegenheit bedanken wir uns herzlichst bei all den zahlreich erschienen Fans und Pilgern!
Inferno Muzik Interview im Radio Virus bei Bounce
23. Februar 2009
Die Jungs vom Bounce bei Radio Virus, eine der wichtigsten Radiosendungen über Schweizer Rap, haben uns eingeladen, unser aktuelles Baby - “The Sampler” zu präsentieren. Crush, Pushking Noize und MO3TA nahmen die schwere und gefährliche Reise nach Basel auf sich.

MO3TA übersetzt seine arabischen Texte live
Es wurde viel geredet, Tracks vom Album gespielt und MO3TA übersetze auch noch seine Texte von Arabisch auf Deutsch. Pushking Noize erklärte, warum es ein Doppelalbum geworden ist und Crush erzählte über die Entstehungsgeschichte von “David gegä Goliath”.

Pushking Noize erklärt die Labelstragetie
Die ganze Sendung kann man als Podcast herunterladen (übrigens neuerdings alle guten Sendungen vom Schweizer Radio DRS). Doch bei uns kannst du direkt reinhören und das Ding herunterladen:
Inferno Muzik bei Bounce am 22.2.2009
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(Beginn Interview mit Inferno ab -1:18:00, aber die Sendung lohnt sich auch so zum hören, wirklich guter Rap …)